


Die politische Entwicklung auf der arabischen Halbinsel.
Ein Vortrag in Wort und Bild von Karl Briem.
Der arabische Frühling – auch Arabellion genannt – kam überraschend. Er begann nicht am 21. März, sondern am 17. Dezember 2010, als der Selbstmord eines kleinen Gemüsehändlers in Tunesien einen Volksaufstand in seiner Kleinstadt auslöste. Der junge Mann hatte sich aus Verzweiflung über seine Arbeitslosigkeit und aus Frust über Behördenwillkür selbst angezündet.
Auch wenn im Zuge der Weiterentwicklung der Arabellion die politische Islamisierung jetzt in Europa Sorgen und Ängste auslöst, bleibt festzustellen: Das Erwachen islamischer Parteien ist letztlich Teil jener Demokratisierung, welche vom Westen seit Jahrzehnten gefordert und in den vergangenen Monaten freudig bejubelt wurde. Dabei bezeichnen sich die aufstrebenden islamischen Parteien, die in Marokko wie in Tunesien die Wahlen gewannen, sich selbst als "moderat". Sie befürworten die Trennung von Staat und Religion – wie in der Türkei die islamistisch angehauchte Regierungspartei AKP. Bei Ägyptens Muslimbrüdern, die mit großer Warscheinlichkeit ebenfalls in den Wahlen siegen werden, ist es noch nicht ganz klar, wohin die Reise geht. Also gilt es in Europa: Abwarten und Tee trinken.
Karl Briem beleuchtet in seinem Vortrag die Ursachen der Arabeliion, die unterschiedliche Herangehensweise in den verschiedenen Staaten und ihre geistig-politischen Impulse. Er rät Europäern, zumindest so viel Verständnis und Geduld aufzubringen, wie sie es für Ihre eigne Entwicklung aufgebracht haben.
Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.
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13. Mai: Kammerkonzert
Kammerkonzert mit Familie Uhde & Friends
18. Mai: Vortrag
Tausendjähriges Potsdam – Zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen
22. Mai: Duo-Konzert
Mit der Geigerin Inna Kogan und dem Pianisten Tobias Bigger